Landesbühne Sachsen-Anhalt - Lutherstadt Eisleben

Spielzeit 2010/11

Spielzeit 2010/11

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16.09.2010

Hörbühne - Afrika-Fieber

Grußworte

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Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher, liebe Gäste unserer Landesbühne Sachsen-Anhalt in der Lutherstadt Eisleben, liebe Freunde des Theaters,

Kultur bedient sich in Deutschland vieler Fassetten und ist lebendigster
Ausdruck unserer Zivilisation. Sie will aufklären und provozieren. Mit ihr ist es außerdem möglich, in die Geschichte einzutauchen, um die damaligen sozialen Probleme zu verstehen. Wir stellen uns oft die Frage: Ist die Aufgabe, Kultur zu erhalten, eine Pflichtaufgabe? Im Herzen habe ich mir diese Frage längst mit Ja beantwortet. Aber Kultur ist ein teures Gut in zweierlei Hinsicht. Es muss bezahlt werden.
Vor unserem Theater, der Landesbühne Sachsen-Anhalt in der Lutherstadt Eisleben, liegt die neue Spielzeit 2010/11. Wir beginnen in diesem Jahr eine Saison, die in Zukunft unser aller Kräfte benötigt. Im Jahr 2009 unterschrieben der Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz und unser Landrat Dirk Schatz den Theatervertrag, der der Landesbühne für weitere vier Jahre die notwendigen Mittel zusicherte. Bereits zu diesem Zeitpunkt dachten wir daran, wie es nach 2012 weitergehen soll. Diese vier Jahre sollten intensiv für den Erhalt des im Jahre 1953 gegründeten Thomas-Müntzer-Theaters genutzt werden. Gemeinsam mit dem Landkreis Mansfeld-Südharz, der Stadt Hettstedt und dem Verein der Freunde des Theaters wurden Gespräche angeregt, um dem 1990 in Landesbühne Sachsen-Anhalt/Lutherstadt Eisleben umbenannten Theater weiterhin nachhaltig eine Zukunft zu geben. Dieser Prozess gestaltete sich nicht einfach, aber gemeinsam ist es gelungen. Seit dem 29. April 2010 ist der Gesellschaftervertrag der „Theater- und Kulturwerk gGmbH“ mit den Partnern Landkreis Mansfeld-Südharz, der Stadt Hettstedt und natürlich der Lutherstadt Eisleben notariell beurkundet.
Das Ensemble unserer Landesbühne und die Gastspiele haben uns in den letzten Jahren immer mit bester Unterhaltung und schönen Reisen in die Musik, in die Literatur, in die Welt des Tanzes und vor allem des Schauspiels verwöhnt. Die Vielfalt und die Ausgewogenheit der aufgeführten Stücke befriedigen die Bedürfnisse eines breiten Publikums und den Ruf nach Bildung, Unterhaltung oder Problembewältigung.
Ich sehe das eindeutige Bekenntnis der öffentlichen Hände zu ihrer Theaterträgerfunktion als wichtige Aufgabe in der Demokratie. „Wer Theater unterstützt, muss es mit Herz tun, denn Theater ist eine hohe Form des Lebens und wo gäbe es wirkliches Leben ohne Herz?“
Unsere Landesbühne ist ein Stück Heimat in dieser Stadt und weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Aber die Landesbühne ist kein „Wohlfühl“-Theater. Es ist ein Theater mit hohem künstlerischen Anspruch, das nie die Bodenhaftung verloren hat. Als Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben werde ich alle Anstrengungen unternehmen, dass für die kommenden Generationen das Theater hier erhalten bleibt. Ich bin froh, dabei vom Stadtrat, von Firmen und vielen Bürgern der Region unterstützt zu werden. Ich bin mir sicher, dass so auch in Zukunft tausende Besucher, von den Kindern bis zu den Senioren, für unsere Landesbühne begeistert werden.
Ich wünsche allen, die sich für den Erhalt der Landesbühne einsetzen, gutes Gelingen und jedem Besucher der Landesbühne viel Spaß und beste Unterhaltung.

 

Ihre

Jutta Fischer
Oberbürgermeisterin

» Grußwort Ulrich Fischer