• Spielzeit 2016 | 2017

Nathan der Weise
Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen von Gotthold Ephraim Lessing

Plakat Nathan A1.jpg1 60 x 80 nathan 20160928 jensschlueter 3835.jpg2 60 x 80 nathan 20160928 jensschlueter 6038.jpg3  60 x 80 nathan 20160928 jensschlueter 6146.jpg4  60 x 80 nathan 20160928 jensschlueter 5629.jpg5  60 x 80 nathan 20160928 jensschlueter 6114.jpg6  60 x 80 nathan 20160928 jensschlueter 5949.jpg7  60 80 nathan 20160928 jensschlueter 5590.jpgSäule  nathan 20160928 jensschlueter 6011.jpgSchaukasten nathan 20160928 jensschlueter 6209.jpg
Karten

Jerusalem - Schmelztiegel von Kulturen und Religionen, umkämpfte Stadt, Sitz des muslimischen Sultan Saladin. Als moderater Herrscher toleriert er zwar Juden und Christen in seinem Herrschaftsgebiet, terroristische Fanatiker aber bekämpft er mit aller Brutalität. Saladins Schwester Sittah ist ihm intellektuell mindestens ebenbürtig und fungiert als politische Beraterin. Der Geschäftsmann Nathan ist Jude. Er hat bei einem Anschlag auf sein Haus seine gesamte Familie verloren. Jetzt lebt er mit seiner adoptierten, inzwischen erwachsenen Tochter Recha und deren christlicher Betreuerin Daja in Jerusalem. Curd von Stauffen ist Schwabe. Der strenggläubige Christ kam als fanatischer Kreuzzügler in den Orient. Er wurde verhaftet und entging seiner Hinrichtung nur, weil er Saladin an dessen verschollenen Bruder Assad erinnerte. Ein neuer Anschlag trifft Jerusalem und setzt Nathans Haus in Brand. Der Zufall führt den Tempelherrn Curd von Stauffen zur rechten Zeit dort hin. Instinktiv schlägt er sich durch die Flammen und rettet Rechas Leben.

Mit der Verstrickung dieser Personen, die alle unterschiedlichen Kulturen und Religionsgemeinschaften angehören, beginnt das Drama, das Gotthold Ephraim Lessing um die bekannte Ringparabel über den Ursprung der drei großen Weltreligionen gebaut hat. Ist es ein Märchen, eine Utopie?
Es vermittelt sich als aufklärendes Werk, wurde von Lessing 1778/79 mit der Absicht geschrieben, die Herzen der Menschen und ihren Verstand zu bilden.

Dass es gegenwärtig wieder zahlreich auf den Spielplänen der Theater zu finden ist, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass Lessings Botschaft selbst in unserer heutigen Gesellschaft nicht verinnerlicht ist. Eine Botschaft, die sagen will:
Lasst Euer Handeln durch Euer Herz und Euren Verstand bestimmen. Baut durch Willenskraft und selbständiges Denken Vorurteile ab und öffnet Euch den Menschen. Nationalität und Glaube sind dabei nachrangig.
In Eisleben lässt sich „Nathan der Weise“ thematisch sowohl in die Auseinandersetzung mit der Reformationsdekade einfügen, wie auch in die Frage um die Haltung gegenüber und den Umgang mit den Flüchtlingen aus Bürgerkriegsgebieten.

Gotthold Ephraim Lessing (geb. 1729 in Kamenz, gest.1781 in Braunschweig) war Autor, Bibliothekar und Philosoph. Er gilt als einer der bedeutendsten Dichter der Aufklärung, dessen Dramen „Emilia Galotti“ und „Minna von Barnhelm“ in den vergangenen Spielzeiten erfolgreich auf der Eisleber Bühne gespielt wurden.

Stückeinführung bei Abendvorstellungen jeweils 19:00 Uhr, Rangfoyer

Besetzung

Termine Spielzeit 2016 | 2017

Premiere

01.10.2016 | 19:30 Uhr
Große Bühne / Abo A
08.10.2016 | 19:30 Uhr
Große Bühne / Abo B
22.10.2016 | 19:30 Uhr
Große Bühne
27.10.2016 | 09:00 Uhr
Große Bühne
28.10.2016 | 09:00 Uhr
Große Bühne
22.11.2016 | 09:00 Uhr
Große Bühne
Angebot des Monats

28.12.2016 | 19:30 Uhr
Große Bühne
19.01.2017 | 09:00 Uhr
Große Bühne
17.02.2017 | 19:30 Uhr
Große Bühne
02.03.2017 | 09:00 Uhr
Große Bühne
28.03.2017 | 09:00 Uhr
Karten

Große Bühne
2015 by Kulturwerk Mansfeld-Südharz
VORVERKAUF 03475-602070 oder kartenservice@theater-eisleben.de