Am kürzeren Ende der Sonnenallee

30 Jahre Mauerfall

von Thomas Brussig | in einer Bühnenfassung von Peter Dehler

Sonnenallee, Ostberlin, Ende der 1970er Anfang der 80er Jahre, zwischen Todesstreifen und Schießbefehl.
Micha Kuppisch und seine Clique verbringen hier ihre Jugend mit Musik von Jimi Hendrix, der exzessiven Suche nach einem Rolling-Stones-Album und der ersten Liebe. Und all das im Schatten der Mauer. Pointenreich erzählt Peter Dehlers Bühnenfassung des inzwischen legendären Romans von Thomas Brussig, wie auch im Osten Berlins die Post abging. Micha und seine Clique waren jung, sie liebten Musik von den Stones, sie waren aufmüpfig, lustig, besoffen, hoffnungslos verknallt und sie gaben sich als brave Schüler, wenn es denn erforderlich war. Sie feierten Partys und verarschten Grenzer wie westliche Mauertouristen, die hinter dem Betonwall das Elend des Ostens sehen wollten.

„Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ ist ein komödiantischer Sprung in einen DDR-Alltag, den es so konzentriert und heiter nur auf der Bühne geben kann.

© henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin

„Mensch, was haben wir die Luft bewegt. Es wäre ewig so weitergegangen. Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert. Wir waren alle so klug, so belesen, so interessiert, aber unterm Strich war´s idiotisch. Wir stürmten in die Zukunft, aber wir waren so was von gestern. Mein Gott, waren wir komisch, und wir haben es nicht einmal gemerkt.“ Thomas Brussig

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