Die lustigen Weiber von Windsor

Komisch-phantastische Oper in drei Akten

von Otto Nicolai Text Salomon Hermann Mosenthal; nach dem gleichnamigen Lustspiel von William Shakespeare

Nordharzer Städtebundtheater, Halberstadt

Frau Fluth und Frau Reich sind empört, als sie entdecken, dass Sir John Falstaff ihnen beiden absolut gleichlautende Liebesbriefe schrieb. Sie beschließen, dem maßlosen Adligen dafür einen kräftigen Denkzettel zu verpassen. Und das Ziel ihres Rache-Feldzugs, nämlich dem Ahnungslosen eine wahrhaft eindrückliche Lektion über Liebe, Treue und Eifersucht zu erteilen, behalten sie dabei stets im Auge.

Regisseur Oliver Klöter beschreibt die Besonderheiten von Otto Nicolais Oper und deren markante Unterschiede zum Shakespeareschen Original wie folgt: „Shakespeares Schauspiel wurde von Otto Nicolai – ganz im Sinne des Zeitgeists – romantisiert, was mit Sicherheit zu seiner Zeit die Popularität steigerte. Allerdings war Shakespeares Fassung durchtriebener, witziger. Nicolai lässt seine Oper mit Shakespeares zweitem Akt beginnen, und spart den ersten aus, der als Thema eigentlich 'die Geldnöte des Ritters Falstaff' und kaum bzw. sogar gar keine Romantik thematisiert: Falstaff, in völliger Überschätzung seiner Wirkung auf Frauen, verspricht gleich zwei (eben wohlhabenden!) Frauen die Ehe, um sie anschließend um Geld erleichtern zu wollen. Die beiden Frauen, die Falstaff im Visier hat, sind allerdings im Gegensatz zum adligen Ritter regelrecht mit allen Wassern gewaschen und spinnen mit ihrem Witz weitreichende 'Intrigen', um ihm als Lektion Saures zu geben. Das kam beim Publikum schon immer mehr an als bei der Presse. Hängt das damit zusammen, dass hier unerschrockene, pfiffige Damen (und gar nicht mal so junge), die genau wissen, wo der Hase langläuft, als Heldinnen auf der Bühne stehen und die Handlung steuern?“  

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  • Sa04.04.
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