Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete

Kinderstück

frei nach Otfried Preußler bearbeitet und erweitert von John von Düffel

Eingelocht war gestern. Der berüchtigte Kaffeemühlenräuber Hotzenplotz ist getürmt. Noch berichten die Zeitungen von der erfolgreichen Festnahme, als der Wachtmeister Dimpfelmoser das Spritzenhaus leer vorfindet. Er ist außer sich. Kasperl, der mit Seppel für die Großmutter zum Schwammerlsuchen gehen wollte, bietet sofort seine kriminalistische Hilfe an. Schließlich haben er und Seppel den Räuber schon einmal hereingelegt. Nun ja, Seppel ist nicht so begeistert. Sein Appetit auf Schwammerlsuppe ist größer als seine Abenteuerlust. Er könnte den Räuber auf den Mond schießen, meint er. Das ist die Idee, findet Kasperl. Seine Geldgier soll dem Hotzenplotz zur Falle werden. Schnell basteln die beiden Jungen aus einer Papprolle und einem Kartoffelsack eine Mondrakete. Als sich der Räuber Hotzenplotz in der Nähe aufhält, streiten sie sich lauthals darum, wer sich das Silber vom Mond holen darf. Hotzenplotz kann sein Glück nicht fassen! Mit dieser Rakete kann er zum Mond fliegen und zum reichsten Räuber der Welt werden! Also zwingt er Kasperl und Seppel, ihn mit der Rakete reisen zu lassen. Damit beginnt sein großes Weltraumabenteuer. Fragt sich nur, warum auf dem Mond die Großmutter mit ihrer Kaffeemühle auftaucht?

© Verlag für Kindertheater Weitendorf GmbH, Hamburg

demnächst
  • Do06.05.
    09:30 Uhr
    PreGroße Bühne