Brischitt

schwarze Komödie

Uraufführung

von Jörg Graser

Bert ist ein Taxifahrer mit dreißig Semestern Philosphiestudium. Er ist (noch) verheiratet mit Lizzy, die ihm ankündigt, sich frisch verliebt, von ihm zu trennen. Lizzy ahnt nicht, wie einfach eine Ehefrau heutzutage ersetzt werden kann. Bert kauft sich eine Sexpuppe mit allen Schikanen. Ihr lebensecht wirkender Körper kann auf 37 Grad aufgeheizt werden. »Ich garantiere Ihnen«, sagt der Vertreter der Firma »Lovecare«, als er Brischitt aus der Holzwolle wickelt, »mit diesem Paket und der Basisversion mit »Bitte«, »Danke« und vor allem »Ich liebe dich« werden Sie nie mehr einsam sein. Ich brauch dafür nur Ihre Kontonummer und Ihre Unterschrift und schon kann es losgehen.«

Rasch entwickelt Bert Gefühle von einer Tiefe und Reinheit für Brischitt, gegen die alles, was er in seinen zwölf Jahren Ehe erlebt hat, verblasst. Dass in ihrer Brust kein Herz schlägt, sondern ein Computer waltet, macht für ihn alles einfacher. Mit den neuesten Errungenschaften der Robotik und mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, kann sie jedwede Musik wiedergeben, Rock n Roll tanzen, schmutzige Witze erzählen und an Smalltalk über Philosophie, Religion und Fußball teilnehmen. Bald ist nicht nur Bert, sondern auch Lizzys neuer Liebhaber, Harry, von ihr begeistert. Und Brischitts Emotional Decoding System stellt fest: »Lizzy ist sehr wütend«.

demnächst
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