Die Hose

Bürgerliches Lustspiel

Carl Sternheim

Was ist denn das! Das jungverheiratete Beamtenpaar Maske spaziert im Berlin der Kaiserzeit durch den Tiergarten, als der verträumten Ehefrau Luise ein kleines Malheur passiert. Ein Hosenbändchen reißt und die Unterhose fällt! Der Vorfall wurde beobachtet und prompt hat Luise zwei Eroberungen gemacht. Um Luise näher zu kommen, nisten sich der noble Dichter Scarron, ein Nietzsche-Verehrer, sowie der schwächliche Friseur Mandelstam, Liebhaber von Wagner-Opern, bei ihr zur Untermiete ein. Das kommt dem Hausherrn Theobald gerade recht, denn für das perfekte Glück des Paares, das in der Zeugung des Nachwuchses gipfelt, fehlten bisher die finanziellen Mittel. Schnell werden die Mietverträge geschlossen und Luise muss sehen, wie sie mit der pikanten Situation fertig wird. Ob die kokette Nachbarin Gertrud Deuter dabei wirklich eine Hilfe ist? Die beiden Verehrer halten sich unter den Augen des stupiden Ehemanns eifersüchtig gegenseitig in Schach. Und damit im Sinne der bürgerlichen Doppelmoral alles schicklich vor sich geht, hat am Ende nicht Luise eine Affäre, sondern Theobald. Und es stellt sich heraus, dass einer der neuen Untermieter im Grunde an intimen Kontakten gänzlich uninteressiert ist. Ende gut - alles gut! Eine Komödie vor der Erfindung von Druckknopf und Reißverschluss, aber ansonsten zeitlos.

demnächst
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