Freie Wahl

nicht nur ein Jugendstück

von Esther Rölz

Demonstrationsverbot, Versammlungsverbot, Videoüberwachung, Ausrufen des Notstands, Polizeigewalt, Verhaftung von Regierungsgegnern ? die Einschränkung grundlegender demokratischer Rechte. Heiligt das Ziel die Mittel? Es war einmal eine freie Wahl. 52 % der Bevölkerung, die ihre Stimme abgegeben haben, unterstützten mit ihr eine Koalition aus Nationalisten und Grünen und machten damit ? ob wirklich so gewollt? ? den Weg frei für die Verabschiedung von der Demokratie. Denise hat die Schule abgebrochen, nachdem ihre Mutter, eine regierungskritische Uniprofessorin, wegen ihrer Nähe zu einem jungen Selbstmordattentäter, verhaftet wurde. Denise hat in ihrem Kampf für die Freiheitsrechte erst einmal ein Ziel vor Augen: Mittels eines abhanden gekommenen Beweismittels will sie ihre Mutter aus dem Gefängnis herausbekommen. Bruno ist Lehrer, Geschichtslehrer, und er war stolz auf seinen Großvater, der als Achtzehnjähriger in den Widerstand gegen den Nationalsozialismus gegangen ist. Heute ist Bruno mit der Sprecherin des Innenministers verheiratet, der für ein hartes Durchgreifen gegen Regierungskritiker sorgt. Beim gewaltsamen Einschreiten der Polizei gegen eine ungenehmigte Demonstration flüchtet Denise in ihre alte Schule, wo sie auf ihren ehemaligen Lehrer Bruno trifft. Es kommt zu einem bitteren Schlagabtausch.

© Theaterstückverlag Korn-Wimmer, München  

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  • Mi21.04.
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