Spirituals aus Jiddischland

Sonntagnachmittagskaffee

Ein Liederprogramm mit Geschichten

Theater Apron

Was singt man auf einer Hochzeit in New York, wenn der Bräutigam jüdisch, die Braut aber farbig ist? Jiddische Spirituals, richtig. Dieses musikalische Experiment will natürlich geprobt sein. Und so erlebt der geneigte Zuschauer eine „Generalprobe“ mit, in der die Klassiker der afroamerikanischen Spirituals erklingen, aber mit jiddischen Liedtexten. Beißt sich das? Nein! Es geht um Anpassungsfähigkeit und Bei-sich-selbersein. Aber nicht nur musikalisch, auch in den Moderationen erfahren wir, welche wunderbar absurde Folgen es haben kann, wenn eine deutsche Sängerin mit einem jüdischen Musiker verheiratet ist. Eigentlich sind alle Ehen Mischehen, aber manche sind etwas gemischter – und die musikalischen Wurzeln dieses Abends auch. Ein Pianist (Alexander Goldenberg) und ein christlich-jüdisches Ehepaar (Katrin Schinköth-Haase, Chanteuse; Juri Zemski, Gastkantor der Synagoge Halle) präsentieren schnelle Gedanken und gefühlvolle Melodien. Vaudeville-Späße umrahmen Klassik. Musikalische Eulenspiegeleien treffen auf die Frage, wer wir eigentlich sind, während wir gerade sind.  

demnächst
  • So16.06.
    14:30 Uhr
    GSp(Abo S)Foyerbühne